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Die ersten Bewohner von Riccione

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Vor über zweitausend Jahren war die Gegend, in der sich heute Riccione befindet, eine sehr karge und kalte Landschaft. Sie war von großen Pflanzenfressern, ja vielleicht sogar von Mammuts besiedelt. Die antiksten Spuren, die von den ersten menschlichen Siedlungen in Bauerndörfern zeugen, führen in das Neolithikum. Sie befinden sich in der Provinz von Misano, die von Süden an Rimini grenzt. Diese Reste der Siedlungen werden auf Ende des II Jahrtausends v. Chr. (Kupferzeitalter ) datiert.

Entlang der Via Flaminia, die den Reisenden bereits im Bronzezeitalter diente, hatten Gruppen von Frauen und Männern aus der adriatischen Gegend immer wieder ihren Wohnsitz gefunden. Die geschichtliche Bedeutung dieser Verkehrsader wird auch von letzten Entdeckungen einer großen Dorfgemeinschaft mit einer Oberfläche von mehr als 4 tausend Quadratmetern bestätigt. Sie besteht aus rechteckigen Wohngebäuden mit Abflüssen und Abwasserrinnen, die von einer besonders hoch entwickelten, sozialen und wirtschaftlichen Gemeinschaft zeugen.

Bereits in Eisenzeitalter entwickelte sich die villanovianische Bevölkerung, deren Zentrum sich in Verucchio befindet. Ein besonderes Zeichen dieser Bevölkerung war Beginn des Besitzes von Privateigentum, der eine sofortige Einteilung in Klassen nach sich zog. Genau dieser Verfall von Verucchio hat die Ansiedlung keltischer Völker, die von der römischen Bevölkerung ausgegrenzt wurden, ermöglicht. Um 295 v. Chr. beginnt eine komplette Erneuerung der Gegend.

Mit der Entstehung der Colonia Latina Ariminum (heute Rimini) haben sich viele römische Familien in der Gegend angesiedelt. Entlang der Via Flaminia, die in Zukunft die Hauptverkehrsader sein wird, sind viele Spuren eines lang bewohnten Zentrums geblieben, die von der Bedeutung der Via Flaminia als Anziehungspunkt zur Niederlassung und Arbeitsaktivität zeugen.

Die bedeutendsten Veränderungen des Territoriums gab es bereits im III Jahrhundert mit den barbarischen Einfällen. Die Zerstörung des Römischen Reiches stimmt mit einem besonders ungünstigen Klima überein, das landschaftliche Veränderungen verursachte und eine konstante Diminuierung der Bevölkerung zu Beginn des Mittelalters nach sich zog.
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