I Ceccarini, coniugi benefattori
Während der zweiten Hälfte des XIX Jahrhunderts war Riccione eine kleine, arme, landwirtschaftliche Gemeinde. Die Fischerei war nur ein kleiner Nebenerwerb zu dem die Bewohner der Küste gezwungen waren. Den Tourismus, wie wir ihn heute als Badeurlaub kennen, gab es noch nicht. In dieser armen und rückständigen Gemeinde wohnte auch das Ehepaar Giovanni Ceccarini und Maria Boorman Wheeler. Von den Bedürfnissen der kleinen Gemeinde sensibilisiert, organisierten und förderten sie die verschiedensten Hilfswerke. Sie begannen gemeinsam, aber nach dem Tode von Giovanni, Arzt, entschloss sich die Witwe, die amerikanischen Ursprungs war, das Werk des Ehemanns weiter zu führen. So entstand die erste öffentliche Hilfsorganisation in Riccione, die Essen für die mittellosen Familien verteilte. 1891 hat Maria den ersten Kindergarten für die Kinder der Familien von Riccione eingeweiht. Der Beitrag wurde nach den finanziellen Möglichkeiten der Familien kalkuliert und auch das pädagogische Programm war äußerst avantgardistisch. Zum ersten Mal achtete man auf die Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes und leistete nicht, wie sonst üblich, nur einfache Assistenz. Im folgenden Jahr legt Maria den Grundstein für das, Krankenhaus „Ceccarini“, in dem bedürftige Kranke kostenlos behandelt wurden. Die Bedeutung dieser Initiative erscheint noch viel größer, wenn man bedenkt, dass es in dieser Epoche ein einziges Krankenhaus in Rimini gab, das nur die Kranken aus des Stadt aufnahm. Eine weitere Tatsache ist der Signora Ceccarini zu verdanken: Der Hafen von Riccione, für den sie einen Großteil des nötigen Kapitals für den Start der Arbeiten vorstreckte. Den Bau der Zufahrtsstraße hat sie selbst ausführen lassen und bezahlt. Bei ihren Tode verfügte sie, dass aus dem Krankenhaus eine gemeinnützige Anstalt werden sollte und hinterließ ihr Hab und Gut um der Struktur die nötige finanzielle Unabgängigkeit zu garantieren.



